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Durch Dialer verursachte Zusatzgebühren müssen u. U. nicht bezahlt werden 

Einem Internetnutzer war nicht aufgefallen, dass heimlich ein Dialer (Selbstwahlprogamm) auf dem Rechner installiert worden war. Dieser stellte unerkannt bei jeder Internetnutzung eine Verbindung über teuere 0190er Nummern statt der gewöhnlichen Internetverbindung her, sog. Mehrwertdienstgebühren. 

Für diesen Fall war keine vertragliche Regelung zwischen dem Telefonnetzbetreiber und dem Internetnutzer getroffen (!). 

Der Bundesgerichtshof wies das Gebührenrisiko für die Mehrwertdienste dem Telefonnetzbetreiber zu, wenn der Internetnutzer die Installation des Dialers nicht zu vertreten hat, ihm also keine Sorgfaltspflichten zur Last fallen. Der Telefonnetzbetreiber habe in diesem Fall ein wirtschaftliches Interesse an den höheren Gebühren. Der Internetnutzer müsse nur die normal angefallenen Gebühren zahlen.

- BGH, Urt. v. 04.03.2004 - III ZR 96/03 - 

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